Einkaufshilfe

Hallo WSV-Fans,

das Corona-Virus bringt nun seit Monaten unser aller Leben durcheinander und mittlerweile erleben wir den zweiten (Teil-)Lockdown. Umso wichtiger erscheint uns in diesen Zeiten Werte wie Zusammenhalt, Solidarität und gegenseitige Hilfsbereitschaft. Aus diesem Grund bieten wir für die Samstage 14.11. und 21.11. einen Einkaufs- und Getränkeservice für diejenigen Personen an, welche zu den Corona-Risikogruppen gehören, oder momentan in Quarantäne sind. Das Angebot gilt für den Raum Wuppertal, ist aber natürlich komplett losgelöst davon, ob die Person WSV-Symphatisant ist oder nicht. Angefahren werden von uns die Supermärkte Akzenta und Lidl, sowie der Getränkehandel Trinkgut. Außerdem Bitten wir darum, dass lediglich Bestellungen in handelsüblichen Mengen abgeben werden und um Nachsicht, falls wir eventuell nicht alle Wünsche erfüllen können, weil Artikel gegebenenfalls ausverkauft sein können. 

Falls ihr also Hilfe bei euren Einkäufen benötigt, oder jemanden kennt, der diese benötigt, könnt ihr euch ab Dienstag, 03.11., täglich von Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr telefonisch bei Paul vom Fanprojekt melden (+49 151 12524776) oder uns eine Mail schreiben (lokuspapier@gmail.com).

Wenn ihr euch telefonisch ans Fanprojekt wendet, gebt ihr eure Telefonnummer und Namen weiter und wir werden uns anschließend bei euch melden, um eure Bestellung entgegenzunehmen. Solltet ihr euch via Mail an uns wenden, benötigen wir eure Bestellung, Wohnort und ebenfalls eine Telefonnummer, falls es zu Unklarheiten kommen sollte. Selbstverständlich werden die Daten unter keinen Umständen an dritte Personen weitergegeben. Ebenso halten wir uns selbstverständlich an die Hygiene- und Verhaltensregeln.

Ob vom Ölberg, ob vom Loh, ob vom Dönberg oder Zoo, ob Barmen oder Elberfeld dat is egal, vie sind aaltusammen Jongens aus‘m Tal!
geschrieben von: Veröffentlicht unter Info

Stellungnahme zur Wiederzulassung von Zuschauern

Hallo WSV-Fans,

in rund zwei Wochen beginnt für unseren Sportverein die Spielzeit 2020/21 mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger RW Ahlen und eigentlich würde sich eine gewisse Vorfreude, Euphorie oder Anspannung breitmachen und wir würden wahrscheinlich inmitten der Vorbereitung einer Choreo stecken. Doch dieses Jahr scheint alles anders zu sein und die Corona-Krise hat Deutschland und weite Teile der restlichen Welt immer noch fest im Griff. Damit die Heimspiele dennoch mit einigen Zuschauern stattfinden können, hat der Verein ein Hygienekonzept ausgearbeitet und am 10.08. veröffentlicht. Die Bezirksregierung hat diesem Konzept allerdings vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht und betont, dass zur Zeit lediglich 300 Zuschauer ins Stadion dürfen, woraufhin der Verein den Dauerkartenverkauf erst einmal einstellte.

Unabhängig davon, ob zum Saisonstart nun 1020 Zuschauer ins Stadion dürfen, oder doch nur 300 Zuschauer zugelassen werden, wird es unsererseits vorerst keinen organisierten Support im Stadion geben. Die Sperrung der Stehplätze, Abstandsregelungen, personalisierte Tickets, kein Gästekontingent und (unsichere) Obergrenzen für Zuschauerzahlen machen das Ausleben der Fankultur in unserem Sinne schlicht unmöglich. Damit keine Missverständnisse entstehen, wir halten die Maßnahmen für absolut richtig, gerade im Hinblick darauf, dass die Corona Fallzahlen momentan wieder deutlich steigen.
Es bleibt zu hoffen, dass das Virus möglichst zeitnah in den Griff bekommen wird und im Anschluss auch der Stadionbesuch wieder normalisiert wird. Die oben aufgezählten Maßnahmen dienen zur Zeit als Mittel zum Zweck, werden von uns aber darüber hinaus niemals akzeptiert oder toleriert werden können.

Allerdings sind wir uns im Klaren, dass der Verein finanzielle Unterstützung durch den Verkauf der Dauerkarten benötigt, weshalb der Text nicht als Aufruf verstanden werden soll, dass man sich keine Dauerkarte kaufen oder dem Stadion fernbleiben soll. Der Text dient lediglich als Information dafür, wieso wir unter den momentanen Umständen nicht als Gruppe im Stadion auftreten werden.
Dennoch werden wir weiter bei Heimspielen präsent sein und zu jedem ersten Heimspiel im Monat werden wir auch den HST-Stand aufbauen, wo ihr euch dann mit Aufklebern etc. eindecken könnt. Bei den Heimspielen würde es sich um die Partien gegen Ahlen, Oberhausen (03.10) und Aachen (07.11) handeln.

Bleibt gesund!
Ultras Wuppertal seit 2001

geschrieben von: Veröffentlicht unter Info

In der Krise beweist sich der Charakter

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht. 

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird. 

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde. 

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauen. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

Weiterlesen

geschrieben von: Veröffentlicht unter Info